2025 feierte der Rheinisch-Westfälische Gothenzirkel den 100. Jahrestag seiner Gründung. Grund genug für unsere dortigen Bundesbrüder, an der Spitze der Zirkelvorsitzende Markus Knemeyer v/o Knecko, für den 8. November 2025 nach Köln zur Jubiläumsfeier einzuladen. Dass Köln gewählt wurde, dafür gab es zwei Gründe: Erstens leben in Köln und Umgebung zahlreiche Gothen und zweitens ist Bbr. Volkmar Friemel Bandinhaber der K.D.St.V. Rheinland zu -Köln. Er vermittelte das Verbindungshaus der Rheinlanden als Ort die Festkneipe. Gleichzeitig gab es auf diese Weise eine Anlaufstelle für unsere Aktiven, die dort übernachten konnten.
Die Aktivitas hatte beschlossen, aus Anlass des Jubiläums eine Verbindungsfahrt nach Köln zu organisieren, die vom 7. bis zum 9. November stattfand. Bbr. Dirk Horstmann und ich schlossen uns dieser Fahrt an, wobei wir allerdings mit dem Zug fuhren und im Leonardo Royal Hotel Am Stadtwald ganz in der Nähe des Rheinlanden übernachteten. Dort traf sich der Rheinisch-Westfälische Gothenzirkel am Nachmittag des 8. November mit den Aktiven, an der Spitze der Hohe Senior Max Ischebeck mit seinen Conchargen, zu einem gemütlichen Beisammensein, bevor es zur Kneipe auf’s Rheinlandenhaus ging.
Dirk und ich hatten uns bereits im Zeichen des Prinzips Amicitia am Abend des 7. November einem Couleurbummel der aktiven Gothen und Rheinlanden angeschlossen, der uns auf die Häuser der AV Rheinstein im CV, der K.D.St.V. Asgard im CV und des Corps Hansea Köln im KSCV führte. Für uns „bemooste Häupter“ war es sehr interessant, nach vielen Jahren wieder einmal an einem solchen Couleurbummel teil- und Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu unserer Aktivenzeit wahrzunehmen.
Selbstverständlich kam auf dieser Verbindungsfahrt auch das Prinzip Scientia nicht zu kurz. Am Samstagvormittag, Mittag und frühen Nachmittag gingen wir in die Kölner Innenstadt, besuchten dort den Hohen Dom und besichtigten den Domschatz. Am Sonntagvormittag pflegten wir das Prinzip Religio und feierten die Heilige Messe im Dom mit; danach gab es noch ein gemeinsames Mittagessen im Brauhaus Gaffel am Dom.
Die am Abend des 8. November von Bbr. Max Ischebeck souverän geschlagene, hervorragend besuchte Festkneipe (mit Damen) stellte unzweifelhaft den Höhepunkt des Köln-Wochenendes dar, die vor allem dadurch eine besondere Note erhielt, dass mit Frau Renate Schwanke die Tochter unseres im Zweiten Weltkrieg gefallenen Bundesbruders Leo Disselbeck an der Kneipe teilnahm. Sie kam in Begleitung ihrer Tochter Barbara Broicher, die Mitglied der Akademischen Damenverbindung Rheno-Minerva Köln ist und wiederum eine Tochter hat, die ebenfalls dieser Damenverbindung angehört. Renate Schwanke brachte ein Album ihres Vaters mit, dass sehr viele Fotos aus dessen Aktivenzeit enthält. Sie gestattete mir, das Album mitzunehmen, um die Fotos einzuscannen. Der Abend endete mit einem gemütlichen Ausklang im Keller des Rheinlandenhauses.
Zusammenfassend kann ich feststellen, dass wir ein sehr schönes und denkwürdiges Wochenende erlebten. Unser großer Dank gilt neben den Bundesbrüdern Markus Knemeyer und Volkmar Friemel den Cartellbrüdern der K.D.St.V. Rheinland für ihre großzügige Gastfreundschaft sowie natürlich unseren Aktiven, die, so scheint uns, viel Spaß hatten, an dem sie uns Philister teilhaben ließen. Dirk und ich mussten an diesem Wochenende mehrfach an den Vers aus der leider im CV-Liederbuch nicht enthaltenen vierten Strophe des Liedes „Student sein“ denken, in dem es heißt: „und jung du trotzdem mit den Jungen, dann war es recht, dann stirbst du nie!“.
Prof. Dr. Matthias Stickler GW! Phil-X Cp!






